Mitsegeln auf Rennyachten
Mal für einen Tag sein Leben tauschen und von der Landratte zum Formel 1-Matrosen werden? Als Ungelernter an Bord einer Rennyacht – kann das gut gehen? Natürlich kann das gut gehen, und mittlerweile haben sich solche Schnupperkurse sogar etabliert. Hochseeyachten unter vollen Segeln können zwar extrem schnell sein, und der potentielle Aufprall eines Freizeitskippers auf der Wasseroberfläche ist ziemlich hart, aber trotzdem steht einem solchen Abenteuer grundsätzlich nichts im Weg.
Schon seit einigen Jahren bieten die Eigner von Rennyachten interessierten Amateuren das Mitsegeln an, um diese Art des Segelsports unter Highspeed kennen zu lernen. Dabei ist man in der Regel Mitglied eines Teams. Welches aus erfahrenen Segelsportlern besteht, die ihre Handgriffe kennen und in jeder Situation wissen, wie zu reagieren ist. Und sie geben bei einem solchen Törn ihre Erfahrungen und das kleine Einmaleins des Segelns weiter. Man packt mit an und lernt die Fähigkeiten der Rennyacht kennen, ist aber nicht allein und kann jedes Manöver mit Teamwork gut überstehen.
Für das Speedsailing optimierte Schiffe können übrigens Geschwindigkeiten von 30 Knoten und mehr erreichen, was einem Tempo von 50 km/ h plus entspricht. Da man auf dem Wasser den Elementen und ihren Kräften deutlich näher ist als z.B. im rundum verpackten Auto, fühlen sich diese 50 km/ h auch verdammt schnell an. Schnell müssen auch bestimmte Manöver ausgeführt werden, z.B. das Segel setzen, kreuzen oder wenden. Besonders geeignet als Mitsegel-Yachten sind die VO70 Yachten aus dem Volvo Ocean Race und auch Maxi-Trimarane mit bis zu 30 Metern Rumpflänge. Das Mitsegeln auf Rennyachten ist sehr gut als sportliches Freizeitevent geeignet, kann aber genauso im Rahmen eines Firmenevents oder als Incentive genutzt werden. Wer sich die Yachthäfen zwischen Boltenhagen, Kühlungsborn und Warnemünde genauer anschaut, wird dort auf einige renntaugliche Hochseeyachten treffen – die auch Landratten betreten dürfen.